Der
Kreis Düren besteht seit dem 1. Januar 1972 und wurde im wesentlichen aus den damaligen Kreisen Düren und Jülich gebildet. Er liegt an der Nahtstelle von zwei Landschaften mit grundverschiedenen Charakteren: Auf seinem Gebiet vollzieht sich der Übergang von den Ebenen der Niederrheinischen Bucht zum Mittelgebirge der Eifel. Im Norden, auf den weiten Bördezonen, dominiert die Landwirtschaft. Der Südteil des Kreises gehört zum
Naturpark Nordeifel. Zwei Drittel der Kreisfläche werden landwirtschaftlich genutzt. Große Waldgebiete mit ausgedehnten Wasserflächen prägen hier das Landschaftsbild. Die Rurtalsperre liegt zum Teil im Kreisgebiet. Sie gehört zu den größten Talsperren Deutschlands. Das Rurwasser haben sich die Menschen schon von Alters her dienstbar gemacht: Viele Orte reihen sich längs ihrer Ufer. Die Rur zieht sich als Leitachse der Siedlungs- und Wirtschaftsentwicklung von Süd nach Nord durch den Kreis Düren. Durch sie wurde die Region zu einem der frühindustrialisierten Räume Deutschlands. Die Papiererzeugung ist nachweislich seit 1576 hier ansässig. Sie brauchte eine genügende Menge weiches Wasser, wie es die Rur an diesem Standort lieferte. Die Papierindustrie bildete die Ausgangsbasis für die Ansiedlung weiterer Wirtschaftszweige: Filztuchherstellung, Maschinenbau, Papierverarbeitung und Chemie. Ganz in der Nähe liegt das
Forschungszentrum Jülich, die größte Großforschungseinrichtung in der Bundesrepublik. Durch sie, durch die Abteilung Jülich der
Fachhochschule Aachen und durch das
Technologiezentrum Jülich (TZJ) hat der Kreis Düren großen Anteil am Forschungs- und Technologiepotential der Region Aachen, das weltweit in dieser Dichte kaum anzutreffen ist.